Steuererklärung 2014: Änderungen bei Reisekosten beachten

Die Einkommensteuererklärung für 2014 hält einige Neuerungen zu Reisekosten und Pendlerpauschale bereit. Was Arbeitnehmer beachten müssen, wenn sie Reisekosten von der Steuer absetzen. 

Neues bei Reisekosten 2014: Arbeitnehmer die bisher zur regelmäßigen Arbeitsstätte gependelt sind, müssen in der Steuererklärung für 2014 ihre Fahrten zur ersten Tätigkeitsstätte angegeben. Dahinter steckt mehr als eine Begriffsänderung, erklärt der Neue Verband der Lohnsteuerhilfevereine. Kommen mehrere Arbeitsstellen in Frage, kann der Arbeitgeber einen Ort beliebig als erste Tätigkeitsstätte festlegen. Dies kann auch ein Arbeitsort sein, der nur selten aufgesucht wird. Günstig für den Arbeitnehmer, weil hierdurch die übrigen Fahrten als Reisekosten berücksichtigt werden. Hat der Arbeitgeber nichts festgelegt, zählt der Ort als erste Tätigkeitsstätte, an dem der Arbeitnehmer jeden Arbeitstag tätig wird oder zwei volle Arbeitstage oder mindestens ein Drittel der gesamten Arbeitszeit. 

Pendlerpauschale für Fahrten zur ersten Tätigkeitsstätte

Eine erste Tätigkeitsstätte muss der Arbeitnehmer jedoch dauerhaft aufsuchen. Kraftfahrer, Bauarbeiter, Servicetechniker und viele andere haben keine erste Tätigkeitsstätte. Wenn sie regelmäßig zunächst denselben Ort aufsuchen müssen, beispielsweise zum Umstieg in einen Sammeltransport oder zur Übernahme des LKW, gilt auch hier die Entfernungspauschale. Die Eintragung erfolgt ab Zeile 33 der Anlage N unter der Rubrik "Sammelpunkt". Aber auch diesen Sammelpunkt muss der Arbeitnehmer in der Regel arbeitstäglich ansteuern. Wer tagelang unterwegs ist, braucht sich nicht mit der Pendlerpauschale abzufinden. Er trägt die gesamten Fahrtkosten weiterhin als Reisekosten in Zeile 50 der Anlage N zur Steuererklärung ein.

Reisekosten für Paketfahrer und Briefträger

Die Neuerungen im Reisekostenrecht kommen vor allem Arbeitnehmern mit großem Arbeitsgebiet zugute, wie Forstarbeitern, Postzustellern oder Hafenarbeitern. Die Pendlerpauschale gilt für sie nur für Fahrten zum Startpunkt ihrer Arbeit. Alle Fahrten im Einsatzgebiet können sie als Reisekosten von der Steuer absetzen – mit 30 Cent für jeden gefahrenen Kilometer. Da die Fahrten im Einsatzgebiet steuerlich als Reisetätigkeit gelten, können betroffene Arbeitnehmer eine Verpflegungspauschale geltend machen. Und auch die Pauschalen für Verpflegungsmehraufwand sind gestiegen: Das Reisekostenrecht gesteht dem Reisenden jetzt schon ab 8 Stunden Abwesenheit eine Pauschale von 12 Euro zu.

Neues bei Verpflegungspauschale

Ebenfalls neu ab 2014: Die Verpflegungspauschale muss gekürzt werden, wenn der Arbeitgeber Mahlzeiten bezahlt hat. Wer mit der Hotelübernachtung das Frühstück erhält, muss beispielsweise die Verpflegungspauschale um 20 Prozent des Tagessatzes kürzen. Das sind für Tätigkeiten in Deutschland 4,80 Euro. Die Kürzung der Verpflegungspauschalen erfolgt tageweise. Da der Vordruck der Einkommensteuerklärung nur die Eintragung des Gesamtbetrages vorsieht, müssen die einzelnen Beträge auf einer formlosen Anlage zusammengestellt werden.

Die neuen Regelungen zu den Verpflegungspauschalen gelten auch für die doppelte Haushaltsführung. Bei dieser ist außerdem ab 2014 eine Höchstgrenze für die Übernachtungskosten von 1000 Euro pro Monat zu beachten.

Reisekostenabrechnung mit Excel: Reisekostenabrechnung - Einzelabrechnung


Erstellt von (Name) W.V.R. am 17.02.2015
Autor:  Wolff von Rechenberg
Quelle:  Neuer Verband der Lohnsteuerhilfevereine
Bild:  panthermedia.net / Michal Rerych
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