Resturlaub verfällt am Jahresende nicht automatisch

Arbeitgeber muss klar mitteilen, dass nicht genommener Urlaub erlischt

Der Anspruch auf bezahlte Urlaubstage erlischt nur dann am Ende des Kalenderjahres, wenn der Arbeitnehmer zuvor über seinen konkreten Urlaubsanspruch und die Verfallsfristen belehrt wurde und trotzdem den Urlaub aus freien Stücken nicht genommen hat. Mit dieser Entscheidung setzte jetzt das Bundesarbeitsgericht eine EU-rechtliche Vorgabe um (Az.: 9 AZR 541/15).

Laut Bundesurlaubsgesetz verfällt bezahlter Jahresurlaub, der bis zum Jahresende nicht gewährt und genommen wird. Nach bisheriger Rechtsprechung galt das auch, wenn der Arbeitnehmer seinen Arbeitgeber rechtzeitig aber erfolglos aufgefordert hatte, ihm Urlaub zu gewähren. Allerdings konnte der Arbeitnehmer unter bestimmten Voraussetzungen Schadensersatz für die nicht genommenen Urlaubstage verlangen – bei einem bestehenden Arbeitsverhältnis in Form von Ersatzurlaub und nach dessen Beendigung in Form einer Abgeltung.

Einer aktuellen BGH-Entscheidung zufolge kann bei einer richtlinienkonformen Auslegung Bundesurlaubsgesetzes jedoch Urlaub in der Regel nur dann verfallen, wenn der Arbeitgeber den Arbeitnehmer zuvor konkret aufgefordert hat, den Urlaub zu nehmen – und wenn er ihn klar und rechtzeitig darauf hingewiesen hat, dass der Urlaub sonst mit Ablauf des Urlaubsjahres oder Übertragungszeitraums erlischt.
Die höchsten deutschen Arbeitsrichter folgen mit ihrer Rechtsprechung Vorgaben des Europäischen Gerichtshofes und der EU-Arbeitszeitrichtlinie. Dem BGH zufolge sieht das Bundesurlaubsgesetz vor, dass Arbeitgeber die zeitliche Lage des Urlaubs unter Berücksichtigung der Urlaubswünsche des Arbeitnehmers festlegen.

Das zwinge den Arbeitgeber zwar nicht dazu, den Beschäftigten von sich aus Urlaub zu gewähren, übertrage ihm jedoch die Initiativlast für die Verwirklichung des Urlaubsanspruchs. Laut BGH hat ein Arbeitgeber dafür zu sorgen, "dass der Arbeitnehmer tatsächlich in der Lage ist, seinen bezahlten Jahresurlaub zu nehmen, indem er ihn – erforderlichenfalls förmlich – auffordert, dies zu tun". Der Arbeitgeber habe also klar und rechtzeitig mitzuteilen, dass der Urlaub am Ende des Bezugszeitraums oder eines Übertragungszeitraums verfalle, wenn der Arbeitnehmer ihn nicht nehme.

Hintergrund des Verfahrens ist die Klage eines Wissenschaftlers, der nach Ende seines Arbeitsverhältnisses die Abgeltung von 51 nicht genommen Urlaubstagen aus zwei Kalenderjahren gefordert hatte. Einen Antrag auf Gewährung dieses Urlaubs hatte er während des Arbeitsverhältnisses nicht gestellt. Der BGH hat die Klage an die Vorinstanz zurück verwiesen: Das Landesarbeitsgericht muss nun klären, ob das Unternehmen klar und rechtzeitig mitgeteilt hat, dass nicht genommener Urlaub verfällt.

Erstellt von (Name) W.V.R. am 11.03.2019
Geändert: 20.09.2019 08:38:28
Autor:  Petra Hannen
Quelle:  BAG
Bild:  panthermedia.net / Wavebreakmedia ltd.
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Lohn- und Gehaltsabrechnung: Vom Brutto- zum Netto-Lohn

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Die Lohnsteuer zählt zu den größten Einnahmeposten der Staatskasse. In Deutschland wird sie als sogenannte Quellensteuer erhoben. Das bedeutet: Sie wird dort erhoben, wo sie anfällt: beim Arbeitgeber. Er behält Lohnsteuer und Beiträge zur Sozialversicherung ein und führt sie zentral ab. 

In mehreren Stufen vom Brutto zum Netto

Die Berechnungsgrundlage für Lohnsteuer und Sozialversicherungsbeiträge ist das zu versteuernde Einkommen. Das besteht aus dem Bruttogehalt und gegebenenfalls weiteren geldwerten Vorteilen. Das wird zum Beispiel dann wichtig, wenn ein Arbeitnehmer einen Dienstwagen bekommt, den er auch privat nutzen darf. Im Folgenden geht es um die Regelfälle bei der Lohn- und Gehaltsabrechnung. 

Wichtig! Alle Sätze und Beträge gelten für den Stand von 2013.
Vom Brutto zum Netto durchläuft das Gehalt einen mehrstufigen Rechenprozess. - Zunächst wird das zu versteuernde Einkommen berechnet. Das bedeutet: Freibeträge werden abgezogen, wenn vorhanden und in den Lohnsteuermerkmalen vermerkt. Daraufhin erfolgt die Berechnung der Lohnsteuer, Kirchensteuer und des Solidaritätszuschlags. - Anschließend findet die Ermittlung der Sozialabgaben statt.  
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Minijobber arbeiten für höchstens 450 Euro im Monat, bekommen aber den Bruttolohn - fast - ohne Abzüge auch netto heraus. Auch Privathaushalte dürfen gerinfügig Beschäftigte anstellen. Das sollten sie und andere Arbeitgeber über Minijobs wissen.

In der Gastronomie und in vielen Dienstleistungsbereichen geht nichts ohne Minijobs. Aber auch Privathaushalte können Mini-Jobber beschäftigen. Der Volksmund spricht gelegentlich immer noch von 400-Euro-Jobs, obwohl das heute nicht mehr stimmt. Die Verdienstgrenze für geringfügig Beschäftigte liegt seit Jahresbeginn 2013 bei 450 Euro. So viel darf ein Arbeitnehmer monatlich höchstens verdienen, um noch als geringfügig beschäftigt zu gelten. Diese Verdienstgrenze gilt jedoch nur dann, wenn ein Arbeitnehmer dauerhaft beschäftigt ist.

Wer gilt als Mini-Jobber?

Der Gesetzgeber unterscheidet zwei Typen von geringfügigen Beschäftigungsverhältnissen. Es gibt

  • geringfügig bezahlte Beschäftigungen, bei denen der Lohn monatlich 450 Euro nicht übersteigt (450-Euro-Jobs) und
  • kurzfristige Beschäftigungen, die von vornherein für eine begrenzte Dauer ausgeübt werden.


Der erste Fall ist die Regel. Weniger bekannt sind die kurzfristigen geringfügigen Beschäftigungsverhältnisse. Für diese kurzfristigen Mini-Jobs gibt es keine Verdienstgrenze.

Wichtig! Studierende, die BAföG beziehen, können weiterhin nur 400 Euro im Monat dazuverdienen. Jeder weitere Euro wird vom BAföG abgezogen.

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Entgeltfortzahlung bei Arbeitsunfähigkeit: Lohnfortzahlung im Krankheitsfall

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Wird ein Arbeitnehmer krank, dann muss ihm das Unternehmen sechs Wochen lang den Lohn weiterzahlen. Die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall schließt auch Sonderzahlungen wie Schichtzulagen, Sonn- und Feiertagszuschläge ein. Auch Studenten und Minijobber bekommen ihren Lohn während der Krankheit weiter.

Entgeltfortzahlung auch für Aushilfen und Minijobber

Die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall hat der Gesetzgeber in § 3 Entgeltfortzahlungsgesetz (EntgFG) formuliert.Wenn Arbeitnehmer krank werden, bekommen sie sechs Wochen lang ihr Gehalt weiter. Lohnfortzahlung im Krankheitsfall nennt das der Volksmund. Die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall gilt für alle Arbeitnehmer - auch für Teilzeitkräfte, Mitarbeiter im Studentenjob oder einem so genannten Minijob mit bis zu 450 Euro Verdienst im Monat.

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Ein neues Reisekostenrecht sorgt ab 2014 bei Pendlerpauschale, Verpflegungs- und Reisekosten für einige Neuerungen. Viele Steuerzahler werden entlastet.

Erste Tätigkeitsstätte statt regelmäßiger Arbeitsstätte

Der Begriff der "ersten Tätigkeitsstätte" ersetzt ab 2014 die Formulierung "regelmäßige Arbeitsstätte". Die regelmäßige Arbeitsstätte ist bisher der ortsgebundene Mittelpunkt, der dauerhaft angelegten beruflichen Tätigkeit des Arbeitnehmers. Regelmäßige Arbeitsstätte ist jede ortsfeste dauerhafte betriebliche Einrichtung des Arbeitgebers, in der der Arbeitnehmer

  • arbeitstäglich,
  • einen vollen Arbeitstag je Arbeitswoche oder
  • mindestens 20 % seiner vereinbarten regelmäßigen Arbeitszeit im Sinne einer sogenannten Prognoseentscheidung tätig werden soll.
Diese Definition gilt im Grunde ebenso für die ab 2014 geltende erste Tätigkeitsstätte. Unterschied: Der Gesetzgeber verlangt, dass der Arbeitnehmer 30 % statt bisher 20 % an dieser Stätte tätig werden soll. Und: Jeder Arbeitnehmer kann nur eine erste Tätigkeitsstätte haben. 

Wichtig! Nur für die Fahrten zu dieser ersten Tätigkeitsstätte gilt die Entfernungspauschale (Pendlerpauschale) gemäß § 9 Abs. 4 EStG. Für jede andere Fahrt stehen dem Arbeitnehmer Reisekosten oder die Erstattung der tatsächlichen Fahrtkosten zu.


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Übernachtungskosten auf Dienstreisen im Inland

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Wenn es um Übernachtungen auf Dienstreisen geht, wird das Dickicht des deutschen Steuerrechts noch etwas dichter. Arbeitgeber und Arbeitnehmer müssen eine Fülle von Bestimmungen kennen. Größtes Problem: Die ermäßigte Umsatzsteuer auf Hotelübernachtungen. Sie zwingt zu getrennten Rechnungen für Übernachtung und Frühstück.

Übernachtungskosten auf Dienstreisen

Um eine Dienstreise handelt es sich immer dann, wenn ein Arbeitnehmer sich dienstlich nicht an seiner regelmäßigen Arbeitsstätte, aber auch nicht zu Hause aufhält. Muss er dabei übernachten, bekommt er die Übernachtungskosten ersetzt. Zahlt der Arbeitgeber nicht, kann er die Kosten als Werbungskosten in der Steuererklärung absetzen.

Es gilt die Höhe des Rechnungsbetrages. Kann der Arbeitnehner keine Hotelquittung vorlegen, kann er einen Pauschalbetrag bis zur Höhe von 20 Euro pro Übernachtung steuerfrei ersetzt bekommen (R 9.7 Absatz 3 LStR). Das gilt jedoch nicht, wenn der Arbeitnehmer die Übernachtungskosten selbst absetzt.

Wichtig! Wenn der Arbeitnehmer unentgeltlich untergebracht war, dann kann er natürlich auch keine Übernachtungskosten absetzen oder erstattet bekommen. 


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Ratgeber: Bewirtungskosten von der Steuer absetzen

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Wer Geschäftspartner oder Kunden zum Essen ausführt, kann die Bewirtungskosten von der Steuer absetzen. Das gilt für Arbeitnehmer nicht. Dennoch sollten auch sie die Regeln für die Bewirtung kennen, wenn sie Geschäftspartner ihrer Firma bewirten.

Wer dienstlich Geschäftspartner oder Kunden seines Unternehmens bewirtet, kann die Kosten zu 70 % von der Steuer absetzen. Die Umsatzsteuer können Unternehmen vollständig in der Vorsteuer angeben. Für Arbeitnehmer gilt das grundsätzlich nur in Ausnahmefällen. Beispielsweise wenn ein Arbeitnehmer einen Untergebenen zum Essen einlädt.

Natürlich dürfen auch Arbeitnehmer im Auftrag des Unternehmens Geschäftspartner bewirten. Erstattet der Arbeitgeber die Ausgaben nicht, dann kann der Arbeitnehmer sie zu 70 % in der Einkommensteuererklärung steuerlich absetzen.

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Bewirtungsbeleg: Bei Fehlern nicht mehr steuerlich absetzbar

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Schon mit kleinen Fehlern im Beleg sind Bewirtungskosten nicht mehr steuerlich absetzbar. Nach einer Bewirtung sollten Belege sofort geprüft werden. Sind weitere Angaben notwendig, sollten sie immer sofort beigefügt werden.

Wer mit Geschäftsfreunden oder Kunden essen geht, sollte anschließend die Restaurantrechnung genau studieren. Genügt sie nicht den Ansprüchen des Gesetzgebers, dann geht nicht nur der Steuerabzug verloren, sondern auch der Vorsteuerabzug bei der Umsatzsteuer. Besonders unangenehm wird es, wenn das Finanzamt bei einer Außenprüfung unvollständige oder fehlerhafte Belege vorfindet. Dann drohen Steuernachzahlungen.  

Folgende Anforderungen muss ein Bewirtungsbeleg erfüllen:

  • Maschinell erstellt durch eine Registrierkasse
  • Ort der Veranstaltung
  • Rechnungsdatum
  • Rechnungsbetrag inklusive Mehrwertsteuer
  • Anzahl der Teilnehmer
  • Verzehrte Artikel ("Speisen und Getränke" reicht nicht)
  • Genauer Grund für die Bewirtung
  • Unterschrift des Steuerpflichtigen (auch auf beigefügten Ergänzungen)
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Weihnachtsfeier und Steuern: Das sollten Arbeitgeber beachten

Weihnachtsfeier und Steuern: Das sollten Arbeitgeber beachten

Kosten für die Weihnachtsfeier sind steuerlich absetzbar - unter bestimmten Bedingungen. Sonst werden Lohnsteuern und Sozialabgaben fällig. Was Arbeitgeber wissen sollten, wenn sie mit ihren Mitarbeitern feiern wollen.

Die Kosten für die Weihnachtsfeier im Betrieb sind steuerlich absetzbar. Allerdings stellt der Gesetzgeber einige Bedingungen:

  • Die Kosten dürfen 110 Euro pro Teilnehmer nicht übersteigen.
  • Es müssen ausnahmslos alle Mitarbeiter eingeladen sein.
  • Die Weihnchtsfeier darf höchstens die zweite Betriebsfeier im Jahr sein.

Verstößt die weihnachtliche Feier mit Untergebenen und Kollegen auch nur gegen eine dieser Bedingungen, dann entsteht allen teilnehmenden Mitarbeitern ein geldwerter Vorteil. Am Ende müssten auf die Kosten Lohnsteuern und Sozialabgaben abgeführt werden. Besondere Beachtung verdient die Kostengrenze von 110 Euro pro Mitarbeiter.
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Fahrtkosten: Das sollten Arbeitnehmer und Arbeitgeber wissen

Fahrtkosten kann ein Arbeitnehmer sich vom Arbeitgeber ersetzen lassen oder von der Steuer absetzen. Für den Arbeitgeber sind Fahrtkosten von Mitarbeitern als Betriebskosten steuerlich absetzbar.

Wenn ein Arbeitnehmer ein Beförderungsmittel benutzt, um dienstliche Wege zurückzulegen, entstehen ihm Fahrtkosten. Auf diesen Kosten soll er nicht sitzen bleiben. Wege, die durch die Arbeit veranlasst sind, lassen sich in drei Fälle unterteilen: 

  1. Der tägliche Weg in die Firma und zurück nach Hause.
  2. Familienheimfahrten bei Wochenendpendlern (Doppelte Haushaltsführung).
  3. Wege zu Auswärtstätigkeiten im Auftrag des Arbeitgebers.

Diese Fahrten kann der Arbeitnehmer entweder als Werbungskosten von der Steuer absetzen oder er bekommt sie vom Arbeitgeber erstattet.

1.Tägliche Fahrten zur regelmäßigen Arbeitsstätte (ab 2014 "erste Arbeitsstätte")

Kosten für den Arbeitsweg setzt der Arbeitnehmer über die Pendlerpauschale ab. Dafür ermittelt er die Entfernung zur Arbeitsstelle. Dann kann er für jeden Tag, an dem er die Arbeitsstätte aufgesucht hat, pro Kilometer 30 Cent ansetzen. Dabei zählt die einfache Fahrt. Außerdem muss der Arbeitnehmer den kürzesten Weg wählen. Wer einen längeren Weg wählt, muss sich auf Nachfragen seines Finanzamtes einstellen und genau begründen können, warum der längere Weg beispielsweise die Fahrtzeit verkürzt. Arbeitnehmer können die Pendlerpauschale nur bis zu einer Höhe von 4.500 Euro im Kalenderjahr in Anspruch nehmen. Das hat der Gesetzgeber in § 9 Abs. 1 Nr. 4 EStG so geregelt. Die Pendlerpauschale lohnt sich schon ab einem Arbeitsweg von 16 Kilometern. Das rechnet der Lohnsteuerhilfeverein Vereinigte Lohnsteuerhilfe e.V. im Internet vor.

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Betriebsrente mit Pensionszusage - Rente vom Chef

Betriebsrente mit Pensionszusage - Rente vom Chef

Die betriebliche Altersvorsorge spart Arbeitgeber und Arbeitnehmer Geld. Beiträge sind in begrenztem Umfang frei von Steuern und Sozialabgaben. Ein Spezialfall ist die Betriebsrente mit Pensionszusage. 

Die Angst, dass die gesetzliche Rente später nicht reicht, umtreibt viele Bundesbürger. Der Staat macht Arbeitgebern und Arbeitnehmern darum eine betriebliche Altersvorsorge schmackhaft. In die Betriebsrente zahlt der Arbeitgeber für den Arbeitnehmer ein Arbeitsleben lang ein. Geht der Mitarbeiter in Rente, bekommt er monatlich eine Zusatzrente ausgezahlt. Über die Betriebsrente kann der Arbeitgeber einem Mitarbeiter ohne Nebenkosten ein kleines Gehaltsplus zukommen lassen.

Achtung! Der Staat fördert nur solche Altersvorsorgeprodukte, die eine Auszahlung nur als monatliche Rente vorsehen. Der Fiskus hat kein Interesse daran, dass sich der Arbeitnehmer die Rente im Stück auszahlen lässt und sie verjubelt.


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Rechengrößen / Beitragssätze 2014 in der Sozialversicherung

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Jedes Jahr werden die Beitragsbemessungsgrenzen, die Durchschnittsengelte als Bezugsgröße für viele Rechengrößen und auch die Beitragssätze zur Sozialversicherung von der Bundesregierung überprüft und ggf. angepasst. Wir geben Ihnen hier einen Überblick, der für 2014 geltenden Rechengrößen und Beitragssätze. 

Beitragssätze 

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Arbeitskleidung von der Steuer absetzen

Arbeitskleidung von der Steuer absetzen

Typische Berufskleidung ist steuerlich absetzbar. Das umfasst die Anschaffung, Ausbesserung und sogar die Reinigung. Was außer Arztkittel, Sicherheitsschuhen oder Kochmütze noch als Berufskleidung anerkannt wird, liegt allerdings im Ermessen des Finanzamtes.

Ärzte, Soldaten, Polizeibeamte, Köche oder Pfarrer: Alle diese Berufsgruppen haben gemeinsam, dass sie zur Ausübung ihres Berufs eine Uniform oder Amtstracht tragen. Kosten für Kleidungsstücke, die sie beruflich tragen, können Steuerzahler von der Steuer absetzen. Arbeitnehmer setzen die Ausgaben als Werbungskosten in ihrer Einkommensteuererklärung an. Freiberufler und Selbstständige verbuchen Arbeitskleidung als Betriebskosten. Schwieriger ist die Frage: Was erkennt das Finanzamt als Berufskleidung an?

Was das Finanzamt unter Arbeitskleidung versteht

Steuerlich absetzbar ist Kleidung nur dann, wenn sie in einem direkten Bezug zur Berufstätigkeit steht. "Allein die Möglichkeit einer privaten Nutzung macht den Steuerabzug häufig zunichte", betont Uta-Martina Jüssen, Fachexpertin des Bundesverbandes der Bilanzbuchhalter und Controller (BVBC). Für Kleidung, die man auch privat tragen kann, wird das Finanzamt in der Regel den Steuervorteil ablehnen.

Beispiel: Der schwarze Anzug für einen Manager ist nicht steuerlich absetzbar. Das Finanzamt wird argwöhnen, dass der Steuerzahler den Anzug auch privat trägt.

Das gilt auch, wenn der Steuerzahler ein Kleidungsstück eigens für berufliche Anlässe gekauft hat und es auch tatsächlich nur zur Arbeit trägt. Das hat der Bundesfinanzhof in mehreren Urteilen bestätigt. (IV R 91 - 92/87VI R 25/78). Diese Regelung gilt auch für Kleidung, die sich ein Steuerzahler für eine Dienstreise angeschafft hat. Khakikleidung für die Geschäftsreise nach Südafrika ist vor dem kritischen Blick des Finanzamtes so chancenlos wie eine Lederhose, um das Unternehmen auf dem Oktoberfest zu repräsentieren.
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Steuerfalle: Mitarbeitende Familienangehörige

Steuerfalle: Mitarbeitende Familienangehörige

Wer Familienangehörigen Arbeit gibt, sollte sich genau an die Regeln halten. Denn das Finanzamt schaut bei mitarbeitenden Familienangehörigen genau hin, ob die Personen tatsächlich im Unternehmen arbeiten.

Regeln für mitarbeitende Familienangehörige genau beachten

In Handwerk, Gastronomie, aber auch in vielen mittelständischen Unternehmen finden sich oft Familienangehörige unter den Mitarbeitern. Doch Arbeitsverträge zwischen Familienangehörigen sind dem Fiskus suspekt, warnt der Bundesverband der Bilanzbuchhalter und Controller (BVBC). Gehaltszahlungen sind als Betriebsausgabe steuerlich absetzbar und bessern andererseits die Familienkasse auf, wenn sie an Angehörige gehen. Wenn die Arbeit in der Familie bleibt, sollten alle rechtlichen Vorschriften genau eingehalten werden. sonst drohen schmerzhafte Steuernachforderungen.

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Der Mindestlohn kommt

Der Mindestlohn kommt

Der gesetzliche Mindestlohn tritt zum 1. Januar 2015 in Kraft. Der Bundestag hat das Mindestlohngesetz (MiLoG) beschlossen. Alle Arbeitnehmer erhalten demnach deutschlandweit und branchenübergreifend einen Lohn von mindestens 8,50 Euro in der Stunde - mit Ausnahmen. Der Mindestlohn von 8,50 Euro in der Stunde tritt zum 1. Januar 2015 in Kraft treten. Er soll für alle Branchen und alle Regionen gleichermaßen gelten. Doch der Gesetzgeber hat auch Ausnahmen vorgesehen.
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Doppelte Haushaltsführung ist steuerlich absetzbar

Doppelte Haushaltsführung ist steuerlich absetzbar

Wenn der Job eine lange Anreise erfordert, dann kann ein Berufstätiger eine Dienstwohnung anmieten und eine doppelte Haushaltsführung von der Steuer absetzen. Eine doppelte Haushaltsführung können zum Beispiel Wochenendpendler geltend machen. Mit doppelter Haushaltsführung sind Unterbringungskosten bis zur Höhe von 1.000 Euro im Monat steuerlich absetzbar. 

Eine steuerlich absetzbare doppelte Haushaltsführung muss immer beruflich begründet sein. In der Regel verlässt ein Steuerzahler aus beruflichen Gründen seinen Heimatort. Eine doppelte Haushaltsführung kann aber auch entstehen, wenn ein Arbeitnehmer aus privaten Gründen seinen Wohnsitz vom Arbeitsort wegverlegt, beispielsweise weil er heiratet. Zu einer doppelten Haushaltsführung gehört neben der Dienstwohnung am Arbeitsort ein erster Wohnsitz, an dem sich das private Leben abspielt. 
  • Bei Verheirateten geht das Finanzamt davon aus, dass der Lebensmittelpunkt dort liegt, wo die Familie wohnt. 
  • Bei Alleinstehenden gilt als Lebensmittelpunkt der Ort, an dem sich das soziale Leben abspielt (Wohnort von Eltern, Freunde oder Partner, Sitz des Sportvereins etc.). 

Ein Arbeitnehmer kann seinen Erstwohnsitz auch im Haus der Eltern oder in der Wohnung eines Partners haben. Wichtig ist, dass er sich dauerhaft dort aufhält und sich finanziell maßgeblich an der Haushaltsführung beteiligt, erklärt die Steuerberaterkammer Stuttgart. Die Regelung gilt vor allem für junge Arbeitnehmer, die nach der Ausbildung in die Ferne ziehen und ihren Wohnsitz bei den Eltern zunächst behalten wollen. 
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Kurzfristige Beschäftigung: Lohn, Steuern, Regeln, Tipps

Kurzfristige Beschäftigung: Lohn, Steuern, Regeln, Tipps

Kurzfristige Beschäftigung ist die Alternative zu den 450-Euro-Jobs, umgangssprachlich Minijobs genannt. Kurzfristig Beschäftigte dürfen mehr als 450 Euro im Monat verdienen. Aber der Gesetzgeber stellt auch höhere Anforderungen an kurzfristige Beschäftigung. Unternehmer sollten die Regeln genau kennen. Es drohen teure Fallen. 

Urlaubsvertretungen und Ferienjobs sind typische Felder für kurzfristige Beschäftigungsverhältnisse. Die Gastronomie beschäftigt Saisonkräfte oft nur kurzfristig. Auch Land- und Forstwirtschaft brauchen Saisonarbeiter. Für die Land- und Waldarbeiter hat der Gesetzgeber besondere Regeln formuliert, die am Ende dieses Beitrags erklärt werden. 

Der Gesetzgeber eröffnet in § 8 Sozialgesetzbuch Viertes Buch (SGB IV) zwei Arten von geringfügiger Beschäftigung: Von einer geringfügigen Beschäftigung sprechen wir, wenn
  1. das Arbeitsentgelt aus dieser Beschäftigung regelmäßig im Monat 450 Euro nicht übersteigt, 
  2. die Beschäftigung innerhalb eines Kalenderjahres auf längstens drei Monate oder 70 Arbeitstage nach ihrer Eigenart begrenzt zu sein pflegt oder im Voraus vertraglich begrenzt ist, es sei denn, dass die Beschäftigung berufsmäßig ausgeübt wird und ihr Entgelt 450 Euro im Monat übersteigt.  

Den ersten Fall kennen wir als 450-Euro-Job. Die kurzfristige Beschäftigung stellt die Alternative zum 450-Euro-Job dar. Diese kurzfristige Beschäftigung hat der Gesetzgeber in § 40 Abs. 1 Einkommensteuergesetz (EStG) genauer definiert. Demnach liegt eine kurzfristige Beschäftigung vor,  
  1. wenn der Arbeitnehmer bei dem Arbeitgeber gelegentlich, nicht regelmäßig wiederkehrend beschäftigt wird, 
  2. die Dauer der Beschäftigung 18 zusammenhängende Arbeitstage nicht übersteigt und 
  3. der Arbeitslohn während der Beschäftigungsdauer 120 Euro durchschnittlich je Arbeitstag nicht übersteigt oder 
  4. die Beschäftigung zu einem unvorhersehbaren Zeitpunkt sofort erforderlich wird.

Arbeitgeber sollten darauf achten, dass die kurzfristige Beschäftigung keinen berufsmäßigen Umfang annimmt. Die Minijob-Zentrale erklärt, was darunter zu verstehen ist:
  • Arbeitet der Minijobber in einem Job regelmäßig fünf oder mehr Tage wöchentlich und in einem anderen weniger als fünf Tage, darf er insgesamt auf nicht mehr als 70 Arbeitstage im Kalenderjahr kommen. 
  • Ist der Minijobber in allen Zeiträumen mindestens an fünf Tagen in der Woche beschäftigt, sind seine Einsätze auf drei Monate begrenzt. Dauern die Einsätze keine vollen Kalendermonate, dürfen sie zusammen nicht mehr als 90 Kalendertage betragen. (Quelle: Minijob-Zentrale)
Überschreitet der Minijobber im einen oder anderen Fall diese Grenzen, geht die Rentenversicherung von Berufsmäßigkeit aus. Überschreitet der Minijobber dann noch die Einkommensgrenze von 450 Euro, führt dies zur Sozialversicherungspflicht. Als Stichtag gilt der Tag, an dem dies eintritt.
Wichtig: Der Rentenversicherungsträger ist an diese Stichtagsregelung nur dann gebunden, wenn der Arbeitgeber den Sachverhalt gemeldet hat. Hat er dies absichtlich oder grpb fahrlässig versäumt, kann dies zu Nachforderungen oder Strafzahlungen führen.

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Firmenwagen statt Lohnerhöhung

Steuern und meist auch Sozialabgaben sparen mit dem Firmenwagen. Über einen Firmenwagen freut sich jeder Mitarbeiter wie über eine Gehaltserhöhung. Da kann es sich lohnen, vor der Einstellung oder bei anstehenden Lohnverhandlungen über einen vom Betrieb gestellten Pkw nachzudenken. 

Übernimmt die Firma zumindest einen Teil der Kosten, ist dies zumeist attraktiver als ein Gehaltsaufschlag. Und der Betrieb profitiert ebenfalls von dieser Vereinbarung. Darauf weist die Kanzlei Dr. Ebner, Dr. Stolz & Partner aus Stuttgart hin. 
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