Paradise Papers: Panama Papers 2.0

Neue weltweite Steuersünder enttarnt

Nach den Panama Papers kommen die Paradise Papers. Ein neues riesiges Datenleck wurde von dem Netzwerk investigativer Journalisten (ICIJ) entdeckt. Die Journalisten fanden Dokumente zu Briefkastenfirmen von einer Anwaltskanzlei auf den Bermudas und einer Firma in Singapur. Insgesamt nach Angaben des Netzwerks 13,4 Millionen Dokumente aus Steuerparadiesen weltweit. Mehr als 120 Politiker aus fast 50 Ländern, ebenso bekannte Unternehmer und Sportler sollen darin genannt sein.

Woher kommen die neuen Steuer-Enthüllungen?


Mehr als 90 Medien und 380 Journalisten waren im Laufe des letzten Jahres damit beschäftigt, Daten über Steuer- und Finanz-Konstrukten auszuwerten. Beteiligt waren etwa
  • die Süddeutsche Zeitung (SZ)
  • der Norddeutsche Rundfunk (NDR)
  • der Westdeutsche Rundfunk (WDR)
  • die New York Times
  • die BBC
  • der Guardian
  • und LeMonde
Wie die auf den Bermudas ansässige Anwaltskanzlei Appleby bestätigt, sei dem ICIJ illegal Datenmaterial zugespielt worden. Die Kanzlei sprach aber nicht von einem Datenleck, sondern vielmehr von einem illegalen Cyber-Angriff.

Was die Paradise Papers ans Licht brachten


Die neuen Enthüllungen zeigen, wie einflussreiche Menschen und Unternehmen weltweit die Steueroasen nutzen. Die Daten ergaben bspw.:
  • Der amerikanische Handelsminister Wilbur Ross verdient Geld mit russischem Gas.
  • Die Social-Media-Unternehmen Twitter und Facebook bekamen russisches Geld. Star-Investor Juli Milner wurde mit Hundert Millionen Dollar aus dem Kreml ausgestattet.
  • Queen Elizabeth II., Königin von England, investierte durch ihren Vermögensverwalter in Kaiman-Fonds - eine Firma, die Haushaltsgüter auf Raten mit bis zu 99,9 % Zinsen verkauft.
  • Ein enger Vertrauter des kanadischen Premiers Justin Trudeau ist offenbar in fragwürdige Trusts-Geschäfte verwickelt.
  • Der Sportartikelhersteller Nike baute sich sowohl auf den Bermudas als auch in den Niederlanden ein System auf, um Steuern in Milliardenhöhe zu sparen.

Welche Konsequenzen die deutsche Regierung zieht


Heiko Maas, Bundesjustizminister, forderte nach den neuen Veröffentlichungen über Steuertricks die Schaffung transparenterer Steuerregeln in der Europäischen Union. "Nur so können wir auch weltweit glaubwürdig für mehr Steuergerechtigkeit eintreten", so Maas. Weiter verlangte er: "Großunternehmen sollten transparenter machen müssen, wo sie wie viel Steuern zahlen. […] Wir müssen Steuerschlupflöcher innerhalb der EU schließen".

Erstellt von (Name) W.V.R. am 09.11.2017
Geändert: 16.01.2018 13:26:26
Autor:  Sandra Janke
Quelle:  Haufe, Faz
Bild:  panthermedia.net / Marc Dietrich
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