5 Faktoren für das Top-Gehalt

Studie: Die wichtigsten Faktoren für ein Spitzengehalt

Ein Top-Gehalt hängt von vielen Faktoren ab. Das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) der gewerkschaftsnahmen Hans-Böckler-Stiftung hat die wichtigsten fünf Faktoren zusammengefasst. Dazu zählen Qualifikation, Geschlecht, Betriebsgröße und das Bundesland.

Welche Faktoren tragen zu einem hohen Gehalt bei? Das WSI hat die Daten seiner Dauerumfrage auf dem Portal Lohnspiegel.de ausgewertet. Die Auswertung von über 62.000 Datensätzen des Portals zwischen Anfang 2020 und Ende Januar 2021 habe fünf wesentliche Faktoren für das Top-Gehalt ergeben. Die Umfrage sei nicht repräsentativ, erlaube aber aufgrund der hohen Fallzahlen detaillierte Einblicke in die tatsächlich gezahlten Entgelte, teilt die Stiftung mit.

Nicht alle Faktoren für ein gutes Gehalt können Fachkräfte selbst beeinflussen. So werden Frauen für vergleichbare Arbeit immer noch schlechter bezahlt als Männer. Als die fünf wesentlichen Faktoren bezeichnet das WSI in einer Pressemitteilung die folgenden Punkte:
  1. Qualifikation: Ein abgeschlossenes Studium bringt ein Gehaltsplus von 41 Prozent gegenüber Fachkräften ohne Diplom oder Master.

  2. Geschlecht: So verdienen Frauen bei gleicher Berufserfahrung im gleichen oder einem engverwandten Beruf mit dem gleichen Anforderungsniveau unter auch sonst vergleichbaren Bedingungen etwa 8 Prozent weniger als Männer.

  3. Betriebsgröße: In kleinen Betrieben mit weniger als 100 Beschäftigten liegen die Gehälter in etwa 6 Prozent unter denen in mittelständischen Betrieben mit 100 bis 500 Beschäftigten. Ein Job in einem Großunternehmen macht sich hingegen mit einem Plus von 9 Prozent bezahlt.

  4. Arbeitsort: Am besten gezahlt wird in Baden-Württemberg und Hamburg, wo die Gehälter für vergleichbare Tätigkeiten um 7 bzw. 6 Prozent über dem Niveau Nordrhein-Westfalens liegen, das für die Berechnungen als Vergleichsmaßstab verwendet wurde. Am Tabellenende stehen die ostdeutschen Flächenländer Thüringen (-15 Prozent), Sachsen und Sachsen-Anhalt (jeweils -14 Prozent). Durch die Nähe zu den Ballungsräumen Hamburg und Berlin haben Beschäftigte in Mecklenburg-Vorpommern (-12 Prozent) und Brandenburg (-11 Prozent) hingegen bessere Ausweichmöglichkeiten, deshalb mache sich in diesen beiden Bundesländern der Fachkräftemangel am stärksten bemerkbar, heißt es in der Mitteilung.

  5. Tarifbindung: Unabhängig von der Größe zahlen tarifgebundene Betriebe deutlich mehr: Hier liegt das Lohnplus im Durchschnitt bei 11 Prozent

Neben den genannten fünf wesentlichen Bestimmungsfaktoren fand die Studie eine Reihe von weiteren Einflüssen auf die Höhe des Gehalts. Dazu zählen das Berufsfeld selbst, die Berufserfahrung und ob jemand im Job Leitungsverantwortung übernommen hat. Die Hans-Böckler-Stiftung ist Betreiberin des Portals Lohnspiegel.de. Das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) bietet einen Lohn- und Gehaltscheck an, mit dem Beschäftigte auf Lohnspiegel.de für über 500 Berufe eine genaue Vergleichsberechnung durchführen können.

Erstellt von (Name) W.V.R. am 27.05.2021
Geändert: 27.05.2021 15:43:24
Autor:  Wolff von Rechenberg
Quelle:  WSI
Bild:  Bildagentur PantherMedia / Markus Mainka
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