Krankmeldung: Das sollten Arbeitgeber und Arbeitnehmer beachten

Krankschreibung: Regeln und Tipps rund um die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung

Rund um die Krankmeldung oder Krankschreibung müssen Arbeitnehmer eine Reihe von Fristen und Regeln einhalten. Sonst droht eine Abmahnung. Der Gesetzgeber will so den Betrieb vor Missbrauch schützen. Aber auch Arbeitgeber sollten die Regeln für eine korrekte Krankmeldung kennen.

Auch der fleißigste Mitarbeiter wird irgendwann einmal krank. Wenn die Grippe zuschlägt, müssen sich kranke Arbeitnehmer an feste Regeln halten. Andernfalls droht eine Abmahnung. Der Gesetzgeber sorgt in § 5 Entgeltfortzahlungsgesetz (EFZG) für Klarheit und schützt die Unternehmen vor Missbrauch. Dem erkrankten Arbeitnehmer erlegt das Gesetz dabei zwei Pflichten auf: 

  1. Anzeigepflicht (Krankmeldung, voraussichtliche Dauer angeben) 
  2. Nachweispflicht (Abgabe eines ärztlichen Attests)
Auch der Arbeitgeber muss diese Pflichten auseinander halten. Verstößt der Arbeitnehmer gegen eine dieser Auflagen, ist das eine abmahnfähige Pflichtverletzung. In der Abmahnung muss der Arbeitgeber die Art der Pflichtverletzung genau benennen, sonst kann sie der Arbeitnehmer anfechten. Sehen wir uns die Regelungen zu den Pflichten des Arbeitnehmers genauer an. 


Anzeigepflicht 

Der Arbeitnehmer muss dem Arbeitgeber unverzüglich melden, dass er krank ist und dadurch ausfällt. Außerdem muss er sagen, wie lang er voraussichtlich fehlen wird. Als Mitteilung genügt ein Anruf oder eine E-Mail. Auch Freunde, oder Verwandte dürfen die Nachricht überbringen. Nur wenn der Arbeitnehmer sicher sein kann, dass der Chef bereits von der Krankheit erfahren hat, kann er die Anzeigepflicht vernachlässigen, erklärt die Industrie- und Handelskammer Schleswig-Holstein. Davon könnte der Arbeitnehmer beispielsweise ausgehen, wenn er einen Arbeitsunfall erlitten hat und deshalb nicht arbeiten kann. 


Nachweispflicht 

Die Nachweispflicht regelt die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vom Arzt, im Volksmund "gelber Zettel" genannt. "Dauert die Arbeitsunfähigkeit länger als drei Kalendertage, hat der Arbeitnehmer eine ärztliche Bescheinigung über das Bestehen der Arbeitsunfähigkeit sowie deren voraussichtliche Dauer spätestens an dem darauffolgenden Arbeitstag vorzulegen." So regelt es das EFZG. Nach Ablauf der drei sogenannten Karenztage muss der Arbeitgeber ein ärztliches Attest erhalten, das ihm sagt wie lange der Arbeitnehmer voraussichtlich fehlen wird. 


Der Arbeitgeber kann schon früher ein ärztliches Attest verlangen. Die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung muss am vierten Krankheitstag beim Arbeitgeber vorliegen. Der Arbeitgeber kann den Schein selbst abliefern, per Post schicken oder eine Vertrauensperson damit beauftragen.  

Wichtig: Der Arbeitnehmer muss alles unternehmen, dass der gelbe Zettel fristgerecht im Unternehmen vorliegt. Geht die Bescheinigung dennoch zu spät ein, dürfen ihm dann keine Nachteile entstehen. 

Attest ab dem ersten Tag 
Nach § 5 Abs. 1 Satz 3 EFZG darf der Arbeitgeber schon früher einen gelben Zettel verlangen. Viele Unternehmen schreiben ihren Mitarbeitern dies im Arbeitsvertrag vor. Der Arbeitgeber kann aber auch im Einzelfall von einem bestimmten Mitarbeiter eine frühere Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung verlangen. Allerdings darf er das nicht willkürlich oder in schikanöser Absicht tun, rät die IHK Schleswig-Holstein. 


Rechtliche Konsequenzen muss der Arbeitgeber allerdings nicht fürchten. Das Bundesarbeitsgericht hat entschieden, dass der Arbeitgeber nach freiem Ermessen und ohne sachliche Begründung auch im Einzelfall schon am ersten Krankheitstag ein ärztliches Attest verlangen kann (Az. 5 AZR 886/11). Wenn der Arbeitgeber ein Attest vorgelegt bekommen möchte, kann der Arbeitnehmer also nicht "Nein" sagen. 


Die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung, die der Arbeitnehmer seinem Chef vorlegen muss, darf keine Angaben über die Art der Krankheit enthalten. Der Arzt muss in einem Vermerk darauf hinweisen, dass er die Krankenkasse des Arbeitnehmers informiert, wenn der Betroffene Kassenpatient ist. Das darf der Arbeitgeber Zweifelt der Arbeitgeber trotz des ärztlichen Attests daran, dass der Mitarbeiter tatsächlich krank ist, kann er bei der Krankenkasse eine Überprüfung durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen verlangen.

Beispiel: Ein Mitarbeiter hat für einen bestimmten Tag um Urlaub gebeten, bekam ihn aber nicht gewährt. Wenn er dann erkrankt, kann der Arbeitgeber begründete Zweifel anmelden.

Bestehen dann immer noch Zweifel daran, dass der Mitarbeiter tatsächlich krank ist, dann beauftragen Unternehmen im Einzelfall einen Privatdetektiv. Findet der heraus, dass der Arbeitnehmer nicht krank ist, dann muss er zu allen anderen Folgen dem Arbeitgeber auch noch die Rechnung für den Detektiv erstatten. Der Arbeitgeber geht mit diesem Schritt jedoch ein großes Risiko ein. 

Das Bundesarbeitsgericht hat diese Praxis für rechtswidrig erklärt (Az. 8 AZR 1007/13). Eine Überwachung von kranken Mitarbeitern darf ein Arbeitgeber nur beauftragen, wenn er konkret begründete Verdachtsmomente anführen kann. Im schlimmsten Fall bleibt das Unternehmen auf der Rechnung sitzen und muss dem Arbeitnehmer noch Schadenersatz zahlen. 

Folgen einer versäumten Krankmeldung 

Kommt ein Arbeitnehmer seinen Pflichten nicht nach, kann das eine Abmahnung nach sich ziehen. Dabei muss der Arbeitgeber genau beschreiben, welche Pflicht der Arbeitnehmer verletzt haben soll: Die Meldepflicht oder die Nachweispflicht. Nur mit der richtigen Beschreibung der Pflichtverletzung ist eine Abmahnung rechtskräftig. Legt der Arbeitnehmer nicht rechtzeitig seine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vor, dann kann ihn das die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall kosten. 
Ohne gelben Schein, kann der Arbeitgeber die Zahlung verweigern (§ 7 Abs. 1 Nr. 1 und Abs. 2 EFZG). Legt der erkrankte Mitarbeiter allerdings später ein Attest vor, dass seine Arbeitsunfähigkeit nachträglich beweist, dann muss der Arbeitgeber rückwirkend den Lohn für den gesamten bescheinigten Zeitraum nachzahlen. 


Kündigung bei Krankheit 

Eine Krankheit gewährt dem Arbeitnehmer keinen Kündigungsschutz. Auch dann darf der Arbeitgeber einen Mitarbeiter fristgerecht kündigen. Wehrt sich der Gefeuerte jedoch dagegen, schauen Gerichte besonders genau hin, warnt Rechtsanwalt Jens Ferner im Internet (www.ferner-alsdorf.de). Zieht der Arbeitnehmer vor Gericht, dann argwöhnen die Arbeitsgerichte eine Maßregelkündigung, die nach § 612a BGB unrechtmäßig ist, schreibt Ferner. Das gilt sogar während der Probezeit. So hat das Arbeitsgericht Berlin 2014 eine Kündigung während Krankheit in der Probezeit als Maßregelkündigung für ungültig erklärt (Az. 28 Ca 19104/13). 


Eine vorgetäuschte Krankmeldung oder falsches Verhalten während der Krankheit kann allerdings durchaus ein Kündigungsgrund sein, warnt das Bundesarbeitsministerium in einer Handreichung zum Thema. Die Kündigung droht demnach, wenn

  • der Arbeitnehmer gegen seine Pflicht zu gesundheitsförderndem Verhalten verstößt.
  • der begründete Verdacht besteht, dass der Arbeitnehmer die Krankheit nur vorgetäuscht hat.

Ein begründeter Verdacht liegt beispielsweise dann vor, wenn der Arbeitnehmer während seiner Arbeitsunfähigkeit einer Nebentätigkeit nachgeht.

Krankmeldung im Ausland 

Wenn ein Arbeitnehmer während einer Auslandsreise erkrankt, muss er sich mit umfangreicheren Melde- und Nachweispflichten befassen als daheim. Er muss dann seinen Chef so schnell wie möglich benachrichtigen. Er muss ihm mitteilen, wie lange er voraussichtlich krank sein wird und unter welcher Adresse er zu erreichen ist. Darüber hinaus muss der Erkrankte seine Krankenkasse in Deutschland informieren. 

Achtung! Entstehen dem Arbeitnehmer durch die Mitteilung an den Arbeitgeber Kosten, so kann er sich die vom Arbeitgeber ersetzen lassen (§ 5 Abs. 2 EFZG). Darunter fallen beispielsweise Gebühren für eine aus dem Hotel gefaxte Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung. 

Anders als bei Krankheit im Inland brauchen Arbeitnehmer im Ausland immer ab dem ersten Tag eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung von einem Arzt. Generell gelten Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen von Ärzten im Ausland als gleichrangig mit denen deutscher Ärzte. Wenn es im Urlaubsland kein entsprechendes Formular gibt, können erkrankte Urlauber beispielsweise ihren Arzt am Urlaubsort von seiner Schweigepflicht entbinden und um eine formlose Bescheinigung bitten. 

Eine formlose Bescheinigung kann aber nur dann eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ersetzen, wenn daraus eindeutig hervorgeht, dass der behandelnde Arzt den Unterschied zwischen Krankheit und Arbeitsunfähigkeit verstanden hat und den Patienten tatsächlich für arbeitsunfähig hält. Andernfalls reicht die Bescheinigung nicht aus, hat das Bundesarbeitsgericht (BAG) entschieden (Az. 5 AZR 499/96).

Rückwirkende Krankschreibung: Darf der Arzt die Arbeitsunfähigkeit zurückdatieren?

Wie wir gesehen haben, geht es nicht um Krankheit oder Gesundheit, sondern um Arbeitsunfähigkeit. Natürlich wird ein Arzt auch einen vergrippten Patienten krankschreiben, selbst wenn er sich eigentlich noch ins Büro schleppen könnte. Schließlich will niemand, dass er die ganze Belegschaft ansteckt.

Aber was ist, wenn der Kranke so krank ist, dass er nicht einmal zum Arzt gehen kann? Um Missbrauch rund um die Krankschreibung vorzubeugen, haben die Krankenkassen sogenannte Arbeitsunfähigkeits-Richtlinien (AU-RL) erlassen. Die schreiben vor, dass der Arzt die Krankschreibung erst ab dem Tag ausstellen darf, an dem die Behandlung begonnen hat, an dem ihn der Arbeitnehmer also aufgesucht hat.

Laut § 5 Abs. 3 AU-RL soll die Arbeitsunfähigkeit "für eine vor der ersten ärztlichen Inanspruchnahme liegende Zeit grundsätzlich nicht bescheinigt werden." Der Paragraph liefert jedoch auch zugleich die Ausnahme: "Eine Rückdatierung des Beginns der Arbeitsunfähigkeit auf einen vor dem Behandlungsbeginn liegenden Tag ist ebenso wie eine rückwirkende Bescheinigung über das Fortbestehen der Arbeitsunfähigkeit nur ausnahmsweise und nur nach gewissenhafter Prüfung und in der Regel nur bis zu drei Tagen zulässig.“
Achtung:
  • Eine rückwirkende Krankschreibung setzt voraus, dass der Patient dem Arzt plausibel erklären kann, warum er in den zurückliegenden Tagen weder zur Arbeit noch zum Arzt gehen konnte. gelingt ihm das nicht, gilt die Arbeitsunfähigkeit als zu spät oder nicht abgegeben - mit allen arbeitsrechtlichen Folgen.
  • Eine rückwirkende Krankschreibung muss der Arbeitnehmer nicht nur dem Arbeitgeber vorlegen. Er muss auch die Krankenkasse informieren. 
  • Eine rückwirkende Krankschreibung für mehr als drei Tage darf der Arzt nicht ausstellen. Tut er es doch, muss er zumindest mit kritischen Nachfragen von der Krankenkasse rechnen.


Die Folgebescheinigung

Dauert die Krankheit an, muss der Patient erneut einen Arzt aufsuchen. Der stellt eine Folgebescheinigung aus. Endet die erste Krankschreibung an einem Freitag, so muss der kranke Arbeitnehmer nicht zwingend noch am gleichen Tag zum Arzt gehen. Die sogenannte Folgebescheinigung muss aber am nächsten Werktag nach dem letzten Tag der vorherigen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ausgestellt werden. Es reicht also, wenn der Kranke seinen Arzt erst am Montag  aufsucht.


letzte Änderung W.V.R. am 09.09.2019
Autor(en):  Wolff von Rechenberg
Quelle:  Dejure.org, IHK Schleswig-Holstein, Kanzlei Hensche (Hensche.de), Arbeitsrecht.org, Arbeitsrechte.de
Bild:  © panthermedia.net / Peter Jobst

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18.10.2017 15:52:10 - HaWeBe

Hallo, da dein Arbeitgeber eine neue Erstbescheinigung sieht, warst du lohntechnisch für ihn krank, dann zwei Tage gesund und jetzt wieder krank. Die Diagnose steht ja nicht auf dem Zettel für den Arbeitgeber. Gruß HaWeBe
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25.11.2017 08:30:06 - Gast

Gibt es eine rechtliche ..Grundlage/Gesetz das ich mich persönlich ..beim Arbeitgeber krank melde...Es ist auch meinen Mitarbeitern gesagt worden das ich..persönlich..dem Chef mitteile das ich krank geschrieben bin..???bereitet mir Magenschmerzen.. :evil:
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30.12.2017 21:16:40 - Sichelschmidt

Hallo Mein Arbeitgeber behauptet das er meine Krankmeldung nicht erhalten hat und will mich deswegen kündigen. Ich bin mit meinem Freund zusammen zum Briefkasten gefahren mit dem Taxi und habe dort außerhalb der Arbeitszeit die Krankmeldung eingeworfen.Ich bin noch in der Probezeit. Reicht er als Zeuge vor Gericht aus?
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02.01.2018 09:00:26 - wvr

Hallo, nach einer strittigen Krankmeldung gleich die Kündigung? Gab es da keine Abmahnung vorher? :o Ihre Frage kann Ihnen leider nur ein Rechtsanwalt beantworten. Gesundes Neues Jahr wvr
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19.04.2018 15:18:52 - Gast

Muss der Arbeitgeber den gelben zettel im Original aufhebne, oder reicht eine digitale Kopie für externe Prüfungen?
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23.04.2018 09:18:49 - HaWeBe

Hallo Gast, eigentlich hast du die Frage schon selbst beantwortet. Du musst in der Buchhaltung von allen Dokumenten das Original aufheben. In diesem Fall ist das Original die Version auf Papier. Gruß HaWeBe
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09.08.2018 02:55:35 - Gast

Darf der Chef obwohl ich krank geschrieben bei den Arbeitsstunden Plan wo er abgeben wegen der Abrechnung Urlaub einfach reinschreiben ? Weil ich bin kh seit 23.7.18 bis 20.8.18 und er hat 14.8/15.8/16 .8 Urlaub reingeschrieben obwohl ich da noch kh geschrieben habe,?? Freue mich über eine Antwort
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01.11.2018 08:24:44 - Gast

Hallo, wo kann der Hauptarbeitgeber einsehen, wenn er von mit eine Krankmeldung erhalten hat, ob ich im Minijob/Nebenjob auch eine Krankmeldung abgegeben habe? Hat er „überhaupt“ die Möglichkeit/Recht dazu, dass nachzusehen bzw. Auskunft zu erhalten? MvG Kata
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01.11.2018 10:01:00 - HaWeBe

Hallo, eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung richtet sich nie an einen bestimmten Arbeitgeber. Wenn du arbeitsunfähig bist, dann für alle Jobs. Wenn du trotzdem arbeiten gehst, gibt es Probleme bei Unfall, und du riskierst die Kündigung im Hauptjob. Fragen darf ein Arbeitgeber immer. Er hat kann dich bei begründetem Verdacht beispielsweise auch durch einen Privatdetektiv beschatten lassen. Alles schon vorgekommen und unter bestimmten Voraussetzungen zulässig. Gruß HaWeBe
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06.11.2018 08:40:34 - anni2012

:wink1: Hallo [b]HaWeBe,[/b] [QUOTE]HaWeBe schreibt: gibt es Probleme bei Unfall, und du riskierst die Kündigung im Hauptjob. [/QUOTE] Das ist nur bedingt richtig. Denn nur weil ich arbeitsunfähig bin, heißt es nicht, dass ich nicht arbeiten kann und darf. Z.B. Ich breche mir mein rechtes Bein und bin daher Arbeitsunfähig als Mechaniker zu Arbeiten, der lange stehen muss oder ein Verkaufsfahrer, der natürlich nicht mehr Autofahren kann. Dann bin ich für die Arbeit nicht fähig diese auszuüben. Dennoch kann ich meinen Nebenjob nachgehen, wenn ich beim Discounter an der Kasse sitze und kassiere oder Nachhilfe daheim gebe. Da kann mir der Arbeitgeber auch nicht kündigen. Solange ich meine Genesung nicht gefährde oder dadurch verzögere, bin ich nicht automatisch krank für alle Jobs die ich ausübe. Doch sollte man hierzu am besten den ärztlichen Rat einholen, ob man diese und jene Arbeit aufgrund der Arbeitsunfähigkeit ausüben darf. Das gibt natürlich einen besseren Rückhalt. Wenn ich wegen Grippe dgl. krankgeschrieben bin, dann ist es natürlich besser sich ins Bett zulegen und sich auszukurieren und keinen irgendeinen Job und Nebenjob nachzugehen, sondern schnellstmöglich wieder arbeitsfähig werden. Ich wollte kurzum nur damit sagen, dass es nicht prinzipiell nach einem Schema läuft. VG, Anni
[ Zitieren | Name ]

06.11.2018 09:16:26 - HaWeBe

Hallo Anni, Vielen Dank für deine Erläuterungen. Du kannst das viel besser als ich. :klatschen: Die Sache hat ja immer zwei Seiten. Wenn das Verhältnis zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer möglicherweise schon belastet ist, kann der Arbeitgeber einen solchen Fall nutzen, um einen Mitarbeiter loszuwerden. Schließlich hat er einen Anspruch darauf, dass der Arbeitnehmer die Fehlzeiten für seine Gesundung nutzt. Deshalb würde ich als AN immer mit offenen Karten spielen. Wenn ich eine Nebentätigkeit aufnehmen würde, würde ich meinen Chef darüber informieren. In der Situation des Fragestellers würde ich meinem Chef zu erklären versuchen, dass ich auf das Geld aus dem Nebenjob angewiesen bin, und warum ich den Nebenjob weiter ausüben aber nicht in die Firma kommen kann. Alles andere belastet das Arbeitsverhältnis, zum Schaden für beide Parteien. Gruß HaWeBe
[ Zitieren | Name ]

07.11.2018 08:46:29 - anni2012

Hallo [b]HaWeBe,[/b] Da gebe ich dir vollkommend recht. Reden und offen miteinander umzugehen ist eine gute Voraussetzung für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit. Ohne Frage. :) Ich war selbst überrascht, dass sowas geht. Und war auch immer deiner Ansicht. Bis mich die Krankenkasse darüber aufgeklärt hat, dass eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung durch den behandelnden Arzt nicht immer gleich das "AUS" für eine komplette Beschäftigung bedeutet. Aber Freudestrahlend sind wir dies nicht begegnet und dieser Arbeitnehmer ist nicht mehr in unserem Unternehmen beschäftigt ;( [QUOTE]HaWeBe schreibt: Schließlich hat er einen Anspruch darauf, dass der Arbeitnehmer die Fehlzeiten für seine Gesundung nutzt. [/QUOTE] Das sollte man ohnehin definitiv tun. Keine Frage! Geb ich dir uneingeschränkt recht :) VG, Anni
[ Zitieren | Name ]

14.11.2018 03:20:39 - Gast

Hallo! Ich habe eine Frage und zwar habe ich heute mit meiner Leiharbeitsfirma gesprochen und meine AU ist zu spät eingegangen. Nun hat der Personalchef gesagt er wüsste nicht wie er es verrechnen soll obwohl ich seit dem 01.11.18 - 17.11.18 arbeitsunfähig bin weil sie so spät einging. Aber er muss doch zahlen da er sie erhalten hat oder nicht? Lieben Gruß
[ Zitieren | Name ]

15.11.2018 10:22:34 - FreelancerHH

Hallo, wie kann es sein, dass eine AU mit 14 Tagen Verspätung eingeht?! :o Hat da niemand mal nachgehakt? Wie hast du das gegenüber eurem Lohnbuchhalter begründet? Man müsste die Einzelheiten besser kennen. Grundsätzlich gilt die Lohnfortzahlung ab dem Tag, an dem der Arbeitgeber informiert worden ist. Die AU muss ihm allerdings innerhalb von 3 Tagen vorliegen. Du als Arbeitnehmer hast die Pflicht, alles zu tun, um das sicherzustellen. Ich kenne die genauen Umstände natürlich nicht. Warst du so schwer angeschlagen, dass du dich tatsächlich nicht um deine AU kümmern konntest? Gibt es niemanden, der für dich diesen Schein in einen Briefumschlag tun und in den Kasten stecken konnte? Es ist deine Aufgabe, das zu erklären. Gruß FHH
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